Hochbeet: Innovation? NEIN. Kunst? NEIN. ABER…….!

 

Die gewählte Ausführung meines hohen Beetes könnte durchaus zum Schmunzeln veranlassen, weil Unnotwendigkeiten auch einen  gewissen Spaßfaktor haben.

Mein guter Freund und Helfer (er ist ein echter Könner des Handwerks) war sich nicht immer sicher, ob ich denn das, was ich da so Absurdes überlegt hatte, auch wirklich ernst meinte – DOCH.

Es gibt wie so oft mehrere Möglichkeiten.

Keines zu bauen oder doch eines in Erwägung zu ziehen. Wenn doch , dann gibt es wieder mehrere Möglichkeiten:

Kaufen, planen lassen, selber bauen.

Ich habe die Möglichkeit des uneingeschränkten Handelns in der Selbstbauweise, mit einem nicht unwesentlichen Hang zum Detail und der fast gänzlichen Reduzierung des Materials Metall gewählt und den damit verbundenen größeren Zeitaufwand gerne in Kauf genommen.

„Hochbeet“ – Kunst ist das sicher nicht, aber die handwerkliche Betätigung und die Realisierung der absolut nicht notwendigen Details machen so richtigen Spaß. Diese Unnotwendigkeiten haben keinen wie immer gearteten Einfluss auf mögliches Wachstum, Anpflanzung oder sprießendes Gedeihen von Pflanzen, welcher Art auch immer.

Verwendetes Material:

Lärchenpfosten 4x14x400 wurden dreiseitig gehobelt, Kanten alle schräg gefräst, zwei Längsrillen halbrund eingefräst, Holzdübelstangen 10mm für die Eckverbindungen, Lamello (Fischerl) Verbindungen für die übereinanderliegenden Längspfosten, Mausgitter, Noppenfolie, Gewindestangen, Deckleisten mit Lärchenstoppel, Handlauf abgerundet und Betonrandleisten für die Basis.

Wie schon erwähnt ist dieses Hochbeet bis auf ganz wenige Teile metallfrei.

Bei einer Schmalseite sind die Pfosten einzeln entfernbar und die Noppenfolie auf jedem einzelnen Pfosten und von oben nach unten überlappend angebracht, um eine Demontage für eine Gesamtentleerung zu einem späteren Zeitpunkt zu erleichtern. Wäre natürlich auch nicht notwendig, aber unter der Maßgabe, dass ich mit 75 Jahren oder älter diese 2,5 m3 von oben her selbst ausschaufeln muss, habe ich mich auf diese Variante eingelassen. Das ich tatsächlich, nach vollkommener Verrottung des Füllmaterials, die Entleerung selbst durchführe schätze ich ja als geringe Wahrscheinlichkeit ein, aber auch einem jüngeren „Schaufler“  darf man ja  einen gewissen Komfort zukommen lassen.

Nachdem knapp 2,53m Erde doch einen nicht unerheblichen Druck ausüben,  ist das Hochbeet durch Gewindestangen stabilisiert. Hinter den Lärchenknöpfen auf den senkrecht angebrachten Deckleisten befinden sich die Haltemuttern für die Gewindestangen. Hier ließ sich Metall nicht wirklich vermeiden.

So richtig gezeichneten Bauplan hatte ich nicht, eine Idee sehr wohl , und es ist beim Machen einfach so geworden.

Nachdem ich manch Widersprüchliches über Befüllungsmöglichkeiten gelesen habe, befüllte  ich mein „Holzkunkunstwerk“ nach eigenem Gutdünken.

Verwendetes Füllgut: Grobe Altholzäste, Holzreste Lärche, Birke, Holzwolle, alten Baumstumpf, Hornspäne, Hobel-Frässpäne, Pappe, Zeitungspapier, Feingehölz, Grünschnitt und Erde von einem bei uns ansässigen Kompostierer.

Den Entstehungsverlauf zeigen einfach die Bilder.

Die Basis

Die Basis

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Allmählicher Aufbau

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Eine offene Seite

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Ecke – Holzdübel

 

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Noppenfolie innen

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Längsfräsung

 

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Stabilisierung

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Metallteil verdeckt

 

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Bald fertig

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Fertig mit Handlauf und Befüllung

 

 

 

 

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